Brunnen Wasser Brunnenwasser im Garten Darauf achten

Brunnenwasser im Garten: Darauf achten

Ihr Garten hat keinen Anschluss ans öffentliche Wassernetz? Mit einem Brunnen stellen Sie eine stabile und kostengünstige Wasserversorgung her. Hier ein paar Tipps, was für die Anlage eines Brunnens wichtig ist.

 

 

Alter Brunnen vorhanden?

 

Ist im Garten noch eine alte Brunnenanlage vorhanden, die aber schon lange nicht mehr funktioniert? In diesem Fall sollten Sie vorab prüfen, ob der Brunnen eventuell reaktiviert werden kann. Mit einer professionellen Brunnensanierung ist es in bestimmten Fällen möglich, die alte Anlage wieder fit zu machen und so auf eine Neubohrung zu verzichten.

Ob sich ein Brunnen reparieren und wieder nutzen lässt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zu prüfen ist zunächst die Ausgangssituation. Je nachdem, wie stark das Ausgangsmaterial beschädigt ist, kommen für die Sanierung verschiedene Methoden infrage.

 

Vor- und Nachteile einer Brunnensanierung

 

Bei einer Brunnensanierung werden je nach vorliegenden Schäden unterschiedliche Arbeiten ausgeführt. Etwa bei Schäden durch Korrosion, undichten Stellen der anliegenden Rohre oder baulichen Schäden. Wenn die Schäden zu schwer sind, ist eine Sanierung oft nicht mehr rentabel, dann kommt nur ein neuer Brunnen für die Wasserversorgung im Garten infrage.

Diese Vor- und Nachteile einer Brunnensanierung spielen bei der Entscheidung eine Rolle.

 

Vorteile:

 

  • günstiger als ein neuer Brunnen
  • senkt Betriebskosten
  • erhöht die Stabilität
  • Verbesserung der Wasserqualität
  • verlängert die Lebensdauer

 

Nachteile:

 

  • Fachmann erforderlich
  • anfallende Sanierungskosten
  • Sanierungsmöglichkeiten

 

Eine einfache Möglichkeit zur Sanierung ist der Einbau einer Einschubverrohrung. Sind die Schäden nur punktuell vorhanden, eignet sich alternativ der Einbau einer Edelstahlmanschette mit darunterliegender Gummidichtung oder eine nachträgliche Ringraumabdichtung.

 

Wann lohnt sich ein Brunnen?

 

Ein Brunnen im Garten ist nicht nur praktisch, er sorgt auch für eine kostengünstige Wasserversorgung. Wer etwa einen Kleingarten besitzt und zum Gießen kein teures Stadtwasser verwenden will, kann sich einen Brunnen bohren lassen. Über diesen gibt es leicht verfügbares Wasser, das aus dem lokalen Grundwasser stammt.

Das ist kostenlos, lediglich die Kosten für die Bohrung und die Pumpe sowie deren Wartung sind einzuplanen. Je nach Modell und Bohrtiefe sind die Anschaffungskosten nicht unerheblich, anschließend haben Sie aber zu jeder Gartensaison Wasser zur Verfügung und müssen keine teuren Betriebskosten mehr einplanen. Es gibt Grundstücke, an denen gar kein Anschluss an das kommunale Wassernetz möglich ist.

In diesem Fall ist die Brunnenbohrung eine gute Alternative. Der Brunnen lohnt sich auf jeden Fall für alle Gärten, die einen hohen Wasserbedarf haben. Etwa, weil die große Gartenfläche mit vielfältiger Bepflanzung das nötig macht oder weil regelmäßig ein großer Pool gefüllt werden muss. Auch interessant: Brunnen im Garten: Was beachten?

Hinweis: Je nach Wasserqualität eignet sich das Brunnenwasser nicht nur zum Gießen von Obst und Gemüse, sondern auch zum Duschen, Trinken, Kochen und das Befüllen des Gartenpools.

 

Welche Pflichten haben Sie als Brunnenbesitzer?

 

Wasser aus einem Brunnen hat nicht unbedingt Trinkwasserqualität. Bei vielen Brunnen kann das Wasser daher nur zum Gießen oder Spülen genutzt werden. Wenn Sie einen Brunnen haben, müssen Sie diesen bei der lokalen Wasserversorgung anmelden und vom Gesundheits- oder Umweltamt regelmäßig per Wasseranalyse kontrollieren lassen. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie sauberes Trinkwasser aus dem Brunnen beziehen.

Brunnen unterliegen meist der Genehmigungspflicht! Daher unbedingt vorher eine Bohrgenehmigung einholen, bevor es losgeht. Fehlt die Genehmigung, drohen hohe Bußgelder. Diese Pflicht gilt nicht nur für neue Brunnen, sondern auch für die Wiederinbetriebnahme bereits bestehender Altbrunnen.

Hinweis: Je tiefer der Brunnen gebohrt werden muss, desto teurer wird er. Wenn das Grundwasser in einer Region sehr tief liegt (mehr als sechs Meter unter der Geländeoberfläche) und damit nur schwer zu erreichen ist, kann der Brunnenbau sehr teuer und damit kaum noch rentabel sein. Laufende Kosten für den Betrieb der elektrischen Pumpe kommen zu den Bohrungskosten noch dazu. Bei geringer Bohrtiefe und hohem Wasserbedarf haben sich die Kosten aber meist in wenigen Jahren amortisiert.

 

Weiterführende Literatur

 

Lohnt sich ein Brunnen im Garten?

Ein eigener Brunnen – wann er sich für dich lohnt