Makita LS1110F vs. Metabo KGS 254 M 2026: Welche Kapp- und Gehrungssäge ist besser?

Wer 2026 eine leistungsfähige Kapp- und Gehrungssäge für Werkstatt, Innenausbau, Renovierung oder Montage sucht, stößt häufig auf zwei interessante Modelle: die Makita LS1110F und die Metabo KGS 254 M.

Beide Sägen arbeiten mit Netzstrom, verfügen über eine Zugfunktion und sind für relativ große Werkstücke ausgelegt. Trotzdem gibt es einige Unterschiede bei Sägeblatt, Schnittkapazität, Winkeleinstellungen und Ausstattung.

Die Makita LS1110F arbeitet mit einem 260-mm-Sägeblatt und 1.450 Watt. Die Metabo KGS 254 M besitzt ein 254-mm-Blatt und ebenfalls 1.450 Watt Nennleistung. (Makita)

Makita LS1110F vs. Metabo KGS 254 M im Überblick

Merkmal Makita LS1110F Metabo KGS 254 M
Sägeblatt 260 mm 254 mm
Leistung 1.450 W 1.450 W S1
Leistungsaufnahme S6 1.800 W
Leerlaufdrehzahl 4.500/min 4.500/min
Schnittbreite bei 90° bis 310 mm bis 305 mm
Schnitttiefe bei 90° 91 mm 92 mm
Gehrung links/rechts 47° / 47° 50° / 50°
Neigung links 47°, rechts 2° links 47°, rechts 2°
Gewicht 16,4 kg 16,1 kg
Softstart Ja Ja
LED/Schnittlinienanzeige Ja Ja, PCL
Tischverlängerungen 2
Materialklemme Ja
Spänefangsack Ja

Die Angaben beziehen sich auf die von den Herstellern dokumentierten Modelle und können je nach Länderversion beziehungsweise Ausstattung variieren. (Makita)

Makita LS1110F: Die wichtigsten Eigenschaften

Die Makita LS1110F ist eine 1.450-Watt-Kapp- und Gehrungssäge mit einem 260-mm-Sägeblatt. Laut Makita erreicht sie bei einem 90°-Schnitt eine maximale Schnittkapazität von 91 × 310 mm. Damit ist sie für relativ breite Werkstücke ausgelegt. (Makita)

Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören unter anderem:

  • Softstart
  • elektronische Motorbremse
  • LED-Beleuchtung der Schnittlinie
  • 4.500 U/min Leerlaufdrehzahl
  • Gehrung bis 47° nach links und rechts
  • Neigung bis 47° nach links
  • Neigung bis 2° nach rechts
  • 260-mm-Sägeblatt
  • 16,4 kg Gewicht

Besonders interessant ist die Kombination aus relativ großer Schnittbreite und einem Gewicht von nur gut 16 kg.

Schnittkapazität der Makita

Bei 90° erreicht die LS1110F laut Hersteller 91 × 310 mm. Bei einem 45°-Gehrungsschnitt sind bis zu 91 × 220 mm angegeben. Bei 45° Neigung nach links beträgt die Schnittkapazität 50 × 310 mm. (Makita)

Für viele typische Arbeiten im Innenausbau ist das eine sehr brauchbare Größenordnung.

Metabo KGS 254 M: Die wichtigsten Eigenschaften

Die Metabo KGS 254 M ist ebenfalls eine mobile Zug-, Kapp- und Gehrungssäge. Sie besitzt ein 254-mm-Sägeblatt und einen 1.450-Watt-Motor im S1-Betrieb. Für kurzfristige höhere Belastung gibt Metabo eine S6-Leistungsaufnahme von 1.800 Watt an. (Metabo)

Die maximale Schnittbreite bei 90° beträgt 305 mm, die maximale Schnitttiefe 92 mm. Damit liegen Makita und Metabo bei der geraden Schnittkapazität sehr dicht beieinander. (Metabo)

Metabo stattet die KGS 254 M unter anderem mit folgenden Funktionen aus:

  • Precision Cut Line, kurz PCL
  • Softstart
  • Zugfunktion
  • integrierte Tischverlängerungen
  • Materialklemme
  • Tiefenanschlag
  • Spänefangsystem
  • ergonomische Tragegriffe
  • robustes Aluminium-Druckgussgehäuse

Die beiden Tischverlängerungen gehören laut Metabo zum Lieferumfang der genannten Modellvariante. (Metabo)

Schnittbreite: Makita knapp vorne

Bei der maximalen Schnittbreite gibt es einen kleinen Vorteil für die Makita.

Die LS1110F schafft laut Hersteller bei 90° 310 mm, während die KGS 254 M 305 mm erreicht. (Makita)

Der Unterschied von 5 mm ist in der Praxis allerdings kaum ausschlaggebend. Beide Maschinen sind für relativ breite Werkstücke geeignet.

Bei der maximalen Schnitttiefe liegt dagegen die Metabo mit 92 mm knapp vor der Makita mit 91 mm.

Ergebnis: Bei der reinen Schnittkapazität herrscht praktisch Gleichstand.

Gehrungswinkel: Vorteil Metabo

Ein interessanter Unterschied zeigt sich bei der Gehrungsverstellung.

Die Makita LS1110F lässt Gehrungsschnitte von 47° nach links und 47° nach rechts zu. (Makita)

Die Metabo KGS 254 M erlaubt dagegen eine Einstellung des Drehtellers von 50° nach links und 50° nach rechts. (Metabo)

Für normale 45°-Gehrungen spielt dieser Unterschied keine Rolle. Wer allerdings häufiger mit ungewöhnlicheren Winkeln arbeitet, kann von den zusätzlichen drei Grad der Metabo profitieren.

Neigungsverstellung

Bei der Neigung sind beide Modelle ähnlich.

Die Makita kann den Sägekopf 47° nach links und 2° nach rechts neigen. (Makita)

Auch die Metabo KGS 254 M bietet 47° links und 2° rechts. Interessant ist, dass der Bereich von -2° bei der Metabo ausdrücklich auch für Unter- beziehungsweise Hinterschnitte genutzt werden kann. (Metabo)

Hier gibt es deshalb keinen großen technischen Unterschied.

Sägeblattgröße: 260 mm gegen 254 mm

Auf dem Papier besitzt die Makita mit 260 mm das etwas größere Sägeblatt. Die Metabo arbeitet mit 254 mm. (Makita)

Allerdings sollte man daraus nicht automatisch schließen, dass die Makita deutlich leistungsfähiger ist. Die tatsächliche Schnittkapazität hängt von mehreren Faktoren ab.

Und genau hier liegen beide Maschinen sehr nah beieinander:

  • Makita: 310 × 91 mm
  • Metabo: 305 × 92 mm

Für den normalen Anwender dürfte der Unterschied praktisch kaum spürbar sein.

Ausstattung: Metabo wirkt etwas umfangreicher

Bei der serienmäßigen Ausstattung hat die Metabo KGS 254 M einige interessante Vorteile.

Zum Lieferumfang gehören unter anderem:

  • zwei Tischverlängerungen
  • Ablänganschlag
  • Materialklemme
  • Werkzeug für Sägeblattwechsel
  • Kabelaufwicklung
  • Spänefangsack
  • 254-mm-Sägeblatt Z48

Das ist insbesondere für Anwender interessant, die die Säge direkt nach dem Kauf einsetzen möchten. (Metabo)

Bei der Makita steht dagegen die eigentliche Maschine mit ihrer kompakten Konstruktion und den Funktionen wie Softstart, Motorbremse und LED-Schnittlinienbeleuchtung stärker im Mittelpunkt. (Makita)

Schnittlinienanzeige: Beide haben eine gute Lösung

Eine präzise Schnittführung ist bei einer Kapp- und Gehrungssäge besonders wichtig.

Die Makita LS1110F verfügt über eine eingebaute LED-Beleuchtung der Schnittlinie. Dadurch wird die Schnittposition am Werkstück sichtbar gemacht. (Makita)

Metabo verwendet bei der KGS 254 M die sogenannte Precision Cut Line (PCL). Dabei erzeugt eine LED eine präzise Schattenlinie des Sägeblatts. Metabo hebt ausdrücklich hervor, dass die Schnittlinie ohne Nachjustierung funktioniert. (Metabo)

Beide Systeme sind damit interessanter als eine einfache Laseranzeige, bei der die tatsächliche Schnittposition je nach Einstellung kontrolliert werden muss.

Gewicht: praktisch Gleichstand

Auch beim Gewicht liegen die beiden Sägen nahezu gleichauf.

Die Makita LS1110F wiegt laut Datenblatt 16,4 kg. (Makita)

Die Metabo KGS 254 M kommt auf 16,1 kg. (Metabo)

Der Unterschied von nur 300 Gramm ist für die Kaufentscheidung praktisch irrelevant.

Beide Maschinen gehören damit nicht zu den extrem leichten Kapp- und Gehrungssägen, sind aber für ihre Leistung und Schnittkapazität noch relativ gut transportierbar.

Für welche Arbeiten eignet sich die Makita?

Die LS1110F ist besonders interessant für Anwender, die eine kompakte und leistungsfähige Maschine für Montage und Innenausbau suchen.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Fußleisten
  • Tür- und Fensterleisten
  • Bodenbeläge
  • Holzrahmen
  • Kanthölzer
  • Terrassendielen
  • kleinere Konstruktionsarbeiten
  • Renovierungsarbeiten
  • Innenausbau

Durch die Schnittbreite von bis zu 310 mm eignet sich die Maschine auch für relativ breite Werkstücke. (Makita)

Für welche Arbeiten eignet sich die Metabo?

Die KGS 254 M ist ebenfalls für klassische Holzarbeiten und Innenausbau konzipiert. Ihre Zugfunktion ermöglicht Schnitte an breiteren Werkstücken, während die Tischverlängerungen für längeres Material hilfreich sind. (Metabo)

Interessant ist sie beispielsweise für:

  • Boden- und Deckenarbeiten
  • Möbelbau
  • Innenausbau
  • Renovierung
  • Zuschnitt von Brettern
  • Kanthölzer
  • Leisten
  • Laminat und ähnliche Materialien

Die integrierte Tiefenbegrenzung ist außerdem praktisch, wenn kontrollierte Nuten oder Kerben hergestellt werden sollen. (Metabo)

Welche Säge ist besser für Heimwerker?

Für Heimwerker sind beide Maschinen interessant.

Die Metabo KGS 254 M bietet jedoch ein besonders umfangreiches Ausstattungspaket und eine etwas größere Gehrungsverstellung. Die Tischverlängerungen, Materialklemme und der Tiefenanschlag erhöhen den praktischen Nutzwert. (Metabo)

Die Makita LS1110F punktet dagegen mit ihrer etwas größeren Schnittbreite, dem 260-mm-Sägeblatt und der bekannten Kombination aus Softstart, elektronischer Bremse und LED-Schnittlinienbeleuchtung. (Makita)

Welche ist besser für den professionellen Einsatz?

Hier sollte man genauer auf den jeweiligen Einsatzbereich schauen.

Wer häufig auf Baustellen arbeitet, wird neben der Schnittkapazität vor allem auf Transport, Staubabsaugung, Robustheit und verfügbare Ersatz- beziehungsweise Zubehörteile achten.

Metabo beschreibt die KGS 254 M ausdrücklich als mobile M-Klasse-Zug-, Kapp- und Gehrungssäge und nennt unter anderem ein robustes Aluminium-Druckgussgehäuse sowie ergonomische Tragegriffe. (Metabo)

Bei der Makita sind ebenfalls Transportfreundlichkeit und eine robuste Konstruktion wichtige Eigenschaften. Das Gewicht von 16,4 kg macht sie für einen mobilen Einsatz interessant. (Makita)

Staubabsaugung

Beim Arbeiten mit Holz entsteht eine beträchtliche Menge an Sägemehl und Staub.

Die Metabo KGS 254 M besitzt laut Hersteller eine integrierte Spänefangvorrichtung beziehungsweise einen Spänefangsack und eine optimierte Staubabsaugung. (Metabo)

Bei beiden Maschinen empfiehlt sich für sauberes und gesundheitsschonenderes Arbeiten eine geeignete externe Absaugung, insbesondere bei längeren Arbeiten in geschlossenen Räumen.

Makita LS1110F vs. Metabo KGS 254 M: Die wichtigsten Unterschiede

Unterm Strich sind die Unterschiede kleiner, als es der Vergleich zunächst vermuten lässt.

Für die Makita LS1110F sprechen:

  • 260-mm-Sägeblatt
  • bis zu 310 mm Schnittbreite
  • LED-Schnittlinienbeleuchtung
  • elektronische Motorbremse
  • kompakte Bauweise
  • 16,4 kg Gewicht

Für die Metabo KGS 254 M sprechen:

  • bis zu 305 mm Schnittbreite
  • 92 mm Schnitttiefe
  • Gehrung bis 50° links/rechts
  • PCL-Schnittlinienanzeige
  • Tischverlängerungen
  • Materialklemme
  • Tiefenanschlag
  • umfangreicher Lieferumfang
  • 16,1 kg Gewicht

Fazit: Makita LS1110F oder Metabo KGS 254 M?

Die Makita LS1110F und Metabo KGS 254 M liegen technisch sehr dicht beieinander. Beide verfügen über 1.450 Watt, eine Leerlaufdrehzahl von 4.500 U/min und eine Schnittbreite um 30 cm. (Makita)

Die Makita hat bei der maximalen Schnittbreite einen kleinen Vorteil: 310 statt 305 mm. Die Metabo punktet dafür mit der etwas größeren Schnitttiefe, einer Gehrungsverstellung bis 50° und einem umfangreichen Lieferumfang.

Meine Einschätzung für 2026: Wer Wert auf maximale Schnittbreite und eine kompakte Makita-Lösung legt, ist mit der LS1110F sehr gut bedient. Wer dagegen eine möglichst vielseitig ausgestattete Maschine mit Tischverlängerungen, Materialklemme und Tiefenanschlag sucht, findet in der KGS 254 M eine sehr interessante Alternative.

Für den klassischen Heimwerker- und Innenausbau sind beide Modelle eine starke Wahl. Der entscheidende Kaufgrund sollte deshalb weniger die reine Motorleistung als vielmehr Ausstattung, vorhandenes Werkzeug- und Akkusystem, Preis sowie der konkrete Einsatzzweck sein.

Quellen und weiterführende Informationen