GaLaBau Branchenumsatz Statistik Deutschland Tabelle 2026

Der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, kurz GaLaBau, gehört zu den wichtigen Bereichen der deutschen grünen Wirtschaft. Die Branche übernimmt Aufgaben von der privaten Gartengestaltung über öffentliche Grünanlagen bis hin zur Planung und Pflege von Außenanlagen, Spielplätzen und klimaangepassten Freiräumen. Auch 2026 bleibt die wirtschaftliche Entwicklung des GaLaBaus interessant, insbesondere vor dem Hintergrund der Baukonjunktur, steigender Kosten und des wachsenden Bedarfs an grüner Infrastruktur.

Die aktuellste vollständige Branchenstatistik des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL) weist für 2025 einen nominalen Gesamtumsatz von 11,11 Milliarden Euro aus. Gegenüber 2024 mit 10,65 Milliarden Euro entspricht dies einem Wachstum von rund 4,3 Prozent.

GaLaBau Branchenumsatz Deutschland 2026: Statistik-Tabelle

Jahr Branchenumsatz Veränderung zum Vorjahr
2019 ca. 8,49 Mrd. € –
2020 ca. 9,27 Mrd. € +9,2 %
2021 ca. 9,70 Mrd. € +4,6 %
2022 ca. 10,03 Mrd. € +3,4 %
2023 ca. 10,34 Mrd. € +3,1 %
2024 10,65 Mrd. € +3,0 %
2025 11,11 Mrd. € +4,3 %
2026 noch keine vollständige Jahresstatistik –

Die historischen Werte zeigen eine langfristig aufwärtsgerichtete Entwicklung. Seit 2019 ist der nominale Branchenumsatz von rund 8,49 Milliarden Euro auf 11,11 Milliarden Euro im Jahr 2025 gestiegen. Die Zahlen für 2026 können erst nach Abschluss und Auswertung des Geschäftsjahres endgültig angegeben werden.

11,11 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025

Der Umsatz von 11,11 Milliarden Euro stellt einen neuen Höchststand für den deutschen GaLaBau dar. Im Jahr zuvor waren es 10,65 Milliarden Euro. Damit konnte die Branche trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen weiter wachsen.

Der BGL spricht für 2025 von einem nominalen Umsatzplus von 4,31 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der GaLaBau-Betriebe von 19.636 auf 19.898. Die Zahl der Beschäftigten stieg von 131.166 auf 131.746.

Eine wichtige Einschränkung bei der Interpretation der Umsatzentwicklung ist der Unterschied zwischen nominalem und realem Wachstum. Ein nominal höherer Umsatz bedeutet nicht automatisch, dass die Betriebe auch entsprechend mehr Leistungen oder Leistungen zu höheren Mengen verkauft haben. Preissteigerungen bei Personal, Material, Maschinen, Energie und Dienstleistungen können einen Teil des Umsatzwachstums erklären.

Umsatzverteilung nach Auftraggebern

Besonders interessant ist die Struktur des Branchenumsatzes. Der Privatgarten war 2025 mit einem Anteil von 56,87 Prozent weiterhin das wichtigste Auftraggebersegment.

Auftraggebersegment Umsatz 2025 Anteil
Privatgarten 6,32 Mrd. € 56,87 %
Öffentliche Aufträge Teil des übrigen Umsatzes 21,23 %
Wohnungsbau, Industrie, Generalunternehmen und Sonstige zusammen mit öffentlichen Aufträgen ca. 4,79 Mrd. € rund 43 %
Gesamtbranche 11,11 Mrd. € 100 %

Der Privatgarten erzielte 2025 rund 6,32 Milliarden Euro Umsatz. Öffentliche Aufträge kamen auf 21,23 Prozent des Branchenumsatzes. Zusammen mit Wohnungsbau, Industrie, Generalunternehmen und sonstigen Auftraggebern entfielen auf diese Bereiche rund 43 Prozent beziehungsweise 4,79 Milliarden Euro.

Entwicklung der GaLaBau-Betriebe

Neben dem Umsatz ist die Zahl der Unternehmen ein wichtiger Indikator für die Entwicklung der Branche. 2025 gab es in Deutschland insgesamt 19.898 GaLaBau-Betriebe. Davon waren 4.254 Unternehmen Mitglied in einem der elf Landesverbände des BGL.

Obwohl die BGL-Mitgliedsbetriebe zahlenmäßig nur einen Teil des Gesamtmarktes ausmachen, erwirtschafteten sie 2025 rund 63,18 Prozent des gesamten Branchenumsatzes. Damit bilden die Mitgliedsunternehmen einen besonders umsatzstarken Teil des Marktes.

Beschäftigung und Ausbildung im GaLaBau

Auch der Arbeitsmarkt entwickelte sich 2025 positiv. In deutschen GaLaBau-Betrieben waren 131.746 Menschen beschäftigt. Gleichzeitig befanden sich 8.089 junge Menschen in den verschiedenen Ausbildungsjahren zum Landschaftsgärtner beziehungsweise zur Landschaftsgärtnerin.

Die Ausbildungsquote lag laut BGL bei 8,18 Prozent der gewerblichen Beschäftigten. Damit bleibt die Ausbildung ein wichtiger Faktor für die langfristige Fachkräftesicherung der Branche.

Was bedeutet der Branchenumsatz für 2026?

Für das Jahr 2026 stehen die Zeichen weiterhin auf einem strukturell interessanten Markt. Städte und Gemeinden benötigen mehr klimaangepasste Grünflächen, Regenwassermanagement, Entsiegelung und Freiraumgestaltung. Gleichzeitig sorgen private Investitionen in Gärten und Außenanlagen für eine breite Nachfragebasis.

Der im September 2026 veröffentlichte GaLaBau-Branchenreport 2026 wertet aktuelle Kennzahlen sowie längerfristige Entwicklungen aus. Der BGL bezeichnet ihn als umfassende Datengrundlage für die wirtschaftliche Einordnung des deutschen GaLaBau-Marktes.

Eine offizielle vollständige Umsatzsumme für das gesamte Kalenderjahr 2026 liegt zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung allerdings noch nicht vor. Deshalb sollte für eine Statistik mit dem Titel „GaLaBau Branchenumsatz Deutschland 2026“ der Wert von 11,11 Milliarden Euro ausdrücklich als Umsatz des Jahres 2025 bezeichnet werden.

GaLaBau und Baukonjunktur

Die Entwicklung des GaLaBaus steht teilweise im Zusammenhang mit der allgemeinen Bauwirtschaft, ist aber nicht mit dem Bauhauptgewerbe gleichzusetzen. Das Statistische Bundesamt weist beispielsweise für das Bauhauptgewerbe 2025 einen nominalen Jahresumsatz von 120,5 Milliarden Euro aus. Diese Zahl umfasst jedoch einen wesentlich größeren Wirtschaftsbereich und darf nicht mit dem GaLaBau-Umsatz gleichgesetzt werden.

Für 2026 zeigen aktuelle Daten des Statistischen Bundesamtes zugleich eine Belebung einzelner Bereiche der Bauwirtschaft. Im Juni 2026 lag der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe 6,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Diese Entwicklung kann als allgemeiner konjunktureller Hintergrund betrachtet werden, stellt aber keine direkte Prognose für den GaLaBau dar.

Fazit zur GaLaBau Umsatz Statistik 2026

Der deutsche Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau hat seine langfristige Wachstumstendenz fortgesetzt. Mit 11,11 Milliarden Euro Branchenumsatz im Jahr 2025 wurde ein neuer nominaler Höchststand erreicht. Gegenüber 2024 betrug das Wachstum 4,3 Prozent.

Für 2026 ist insbesondere die Kombination aus privater Nachfrage, kommunalen Investitionen, Klimaanpassung und dem Bedarf an grüner Infrastruktur relevant. Eine endgültige Umsatzstatistik für das Gesamtjahr 2026 wird jedoch erst nach Abschluss des Geschäftsjahres verfügbar sein.

Quellen und weiterführende Informationen